Film "ungeküsst zurück"

"Menschen müssen sterben, weil die Erde sonst zu klein wird." "Die Seele ist so was wie lebendige Luft". Kinder und Jugendliche wissen viel über Sterben, Tod und Trauer. Doch viele Erwachsene macht das Thema fast sprachlos. Ein neuer Film macht Mut, den Tod zu thematisieren statt ihn zu tabuisieren. In dem Dokumentarfilm "ungeküsst zurück" berichten Schülerinnen und Schüler der Integrierten Gesamtschule Mannheim-Herzogenried (IGMH) über ihre Erfahrungen und Vorstellungen zu diesem Thema.


ungeküsst zurückEin Schulprojekt
Im Auftrag des Ökumenischen Kinder- und Jugendhospizdienstes Mannheim in Trägerschaft von Diakonie und Caritasverband hat der Mannheimer Regisseur Stefan Hilllebrand einen Dokumentarfilm an der Integrierten Gesamtschule Mannheim-Herzogenried (IGMH) gedreht. Drei Wochen lang begleitete er dort mit seinem Filmteam ein Projekt, in dem sich Schülerinnen und Schüler zwischen 10 und 18 Jahre gemeinsam mit ihren Lehrern mit dem Themenfeld Sterben, Tod und Trauer auseinander setzten.

Über den Tod zu sprechen
Die Idee zu „ungeküsst zurück“ entwickelte Manuela Fischer, Koordinatorin des Ökumenischen Kinder- Jugendhospizdiensts, bei ihren Vorträgen und Gesprächen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. „Auch wenn wir Erwachsenen Kindern die Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer gern ersparen würden, ist das Thema Abschied aus dem Leben sehr junger Menschen nicht wegzudenken“: Das verstorbene Haustier, Abschied von der Großmutter, der Tod eines Freundes oder der Mutter. Es sei wichtig, auf Kinder und Jugendliche zuzugehen, „um dann an ihrer Seite ein Stück des Weges mit zugehen, nicht weil wir wissen, wie es geht, sondern in der Begleitung“, so Manuela Fischer. „Der Film soll konstruktiv diskutiert werden“, wünscht sie sich, „nicht nur mit Kindern und Jugendlichen, sondern auch mit Erwachsenen. Das öffnet Perspektiven für neue Wege.“

„ungeküsst zurück“ - Der Titel
Der Titel des Films erinnert an einen jungen Mann, den Manuela Fischer begleitet hatte. Er war unheilbar krank und hatte Interessen, wie viele andere 18-Jährige: Marken, Aussehen und schöne Frauen. Geküsst hatte er keine von ihnen. „ungeküsst zurück“, bemerkte er dazu trocken. Das war seine Art der Auseinandersetzung mit seiner eigenen Endlichkeit.

„ungeküsst zurück“ - Der Film
 „ungeküsst zurück“, D 2010, 45 Min., Farbe, DVD. Ein Film von Stefan Hillebrand nach einer Idee von Manuela Fischer. Im Auftrag des Ökumenischen Kinder- und Jugendhospizdiensts Mannheim. Preis: 14,95 Euro zzgl. 2,50 Euro Versandkosten.

Der Film entstand mit freundlicher finanzieller Unterstützung der Impulse-Stiftung, der gemeinnützigen Initiative von Radio Regenbogen: Kinder unterm Regenbogen, der BW-Bank, der Mannheimer Holding AG, der Stiftung Christuskirche, der Palliativmedizinischen Akademie Mannheim und vieler privater Spender.

Weitere Informationen und Filmbestellung: Manuela Fischer, Koordinatorin des Ökumenischen Kinder- und Jugendhospizdienstes Mannheim, Haus der Evangelischen Kirche in Mannheim, M1, 1a, 68161 Mannheim, Telefon: 0621 / 28 000-351, E-Mail: oek.kinderhospizdienst@diakonie-mannheim.de

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