Wie gehen Kinder mit dem Tod eines geliebten Menschen um? Was hilft ihnen, wenn jemand fehlt, und welche Unterstützung brauchen Familien in Zeiten von Krankheit, Abschied und Trauer? Der Film „Risa and the Wind Phone“ des argentinischen Regisseurs Juan Cabral greift diese Fragen auf. Im Rahmen des JUNGEN FILMFEST beim Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg (IFFMH) wird der Film, welcher ab 7 Jahren empfohlen wird (FSK 6), in spanischer Originalsprache mit deutscher Live-Einsprache gezeigt. Der von der Diakonie getragene Ökumenische Kinder- und Jugendhospizdienst CLARA wird bei den Vorführungen vor Ort sein. Im anschließenden Filmgespräch informiert die Leitung über die Arbeit des Dienstes und bringt die Themen des Films mit der Begleitung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in Verbindung.
Über Verlust sprechen
- 27.10.2026 -
CLARA begleitet Filmvorführung von „Risa and the Wind Phone“ beim JUNGEN FILMFEST des 75. IFFMH
Eine Geschichte über Verlust und die Kraft der Erinnerung
Im Mittelpunkt des Films steht die zehnjährige Risa. Sie entdeckt eine alte Telefonzelle, über die sie vermeintlich mit Verstorbenen sprechen kann. Die Toten bitten sie, Dinge zu erledigen, die sie zu Lebzeiten nicht mehr klären konnten. Risa erfüllt ihre Wünsche – und hofft, auf diesem Weg eines Tages noch einmal mit ihrem verstorbenen Vater sprechen zu können. „Risa and the Wind Phone“ erzählt von Trauer, Verlust und der Suche nach einem Umgang mit dem Tod. Der Film eröffnet einen Zugang zu Fragen, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen beschäftigen: Wie bleibt ein verstorbener Mensch Teil des eigenen Lebens? Was hilft, wenn Worte fehlen? Und wie können Erinnerungen Trost geben?
Im Anschluss: Einblicke in die Arbeit von CLARA
Die Themen des Films berühren auch die Arbeit des Ökumenischen Kinder- und Jugendhospizdienstes CLARA. Der Dienst begleitet Familien, in denen Kinder, Jugendliche oder Eltern schwer erkrankt sind oder ein Familienmitglied verstorben ist. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schenken den Familien Zeit, hören zu und stehen ihnen in einer herausfordernden Lebensphase zur Seite.
Direkt im Anschluss an die Filmvorführungen informiert CLARA-Leiterin Josefine Lammer über die Arbeit des Dienstes und greift zentrale Themen des Films auf. Dabei geht es auch darum, wie Kinder und Jugendliche mit Trauer umgehen, wie Erwachsene sie dabei unterstützen können und weshalb es wichtig ist, Fragen und Gefühle rund um Krankheit, Abschied und Tod zuzulassen. Auch die Möglichkeit zu einem persönlichen Austausch nach dem Filmgespräch besteht.
Die Filmvorführungen finden an drei Terminen statt: Donnerstag, 5. November: 10 Uhr (Karlstorkino, Heidelberg), Montag, 9. November: 10 Uhr (Stadthaus N1, Mannheim)
Sonntag, 15. November: 14.30 Uhr (Planken Lichtspiele, Mannheim). Bei allen drei Terminen ist CLARA vor Ort und steht im Anschluss an den Film für den Austausch zur Verfügung. Tickets und weitere Informationen zum Film und zu CLARA unter: www.iffmh.de, https://www.kinderhospizdienst-mannheim.de/ (JeLa)

